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13.11.2018 16:07 Friedensforum Düsseldorf

Traum vom Blitzkrieg in Mali und Niger

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Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Sonntag im neuen Bundeswehr-Stützpunkt in Niamey

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat einen Besuch in Mali am Montag genutzt, um für den Aufbau einer gemeinsamen Truppe der EU-Staaten zu werben. »Ich bin der festen Überzeugung, dass wir in absehbarer Zeit eine Armee der Europäer haben werden«, sagte sie einer Meldung der Deutschen Presseagentur zufolge in Bamako. Dabei will sich Frau Ministerin nicht zu sehr von gewählten Abgeordneten auf die Finger schauen lassen. Streitkräfte müssten durch Parlamentarier getragen und unterstützt werden, »aber ich glaube, wir können in den Verfahren besser und schneller werden«. So könnten die europäischen Nationen einen Ausschuss bilden, um schneller zu Ergebnissen zu kommen. Dieser Ausschuss solle die Verantwortung »für die unterschiedlichen Nationen, die die Armee der Europäer bilden«, übernehmen.

Was das für die Union konkret bedeutet, machte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer gegenüber dem Internetportal t-­online. de klar: »Ich glaube, dass eine europäische Armee Sinn macht. Auf dem Weg dorthin werden wir den Parlamentsvorbehalt für Auslandseinsätze der Bundeswehr ein Stück zurückfahren müssen.«

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07.09.2018 17:10 Friedensforum Düsseldorf

Fulltime-Job. Neue Strukturen für die Bundeswehr

 

Frisch zugezogen in Urdenbach erlaufe ich mir die neue Umgebung. Ein behaglicher bürgerlicher Ort mit Dorfcharakter, kein sozialer Brennpunkt. Die Namen der Straßen dazu passend: Gänsestraße, Rittersbergstraße, Adolph-Kolping-Straße. Unversehens und übergangslos stehe ich dann aber in Straßen benannt nach den Kolonialverbrechern Woermann, Leutwein, Peters. Und auch nach Lüderitz, dem Betrüger der Afrikaner, nennt sich eine Straße. Zwar besitzen diese Namensgeber keine Vornamen auf ihren Straßenschildern, es wäre allerdings abwegig, hierin einen halbherzigen Versuch der Straßenbewohner zur Distanzierung sehen zu wollen.  In dem vornamenslosen Gewürdigtwerden stehen die Männer aus unserer unseligen Kolonialgeschichte auf derselben Stufe wie Berühmtheiten aus Kunst, Kultur und Politik, keinerlei Distanzierung also. Das ehrende Gedenken an sie lebt weiter. Zu einer Umbenennung wie andernorts ist es hier nicht gekommen. 

Ein neualter Sinnzusammenhang für die fortdauernde Würdigung der Kolonialen erschloss sich mir jetzt beim Lesen eines Kommentars von Jörg Kronauer über die milliardenschwere Erhöhung des deutschen Militärhaushalts und des dazugehörigen Artikels Weltraumkommando für Bundeswehr von Arnold Schölzel (beide s. unten). In der aktuellen Wahnsinnssteigerung des Militärhaushalts erkennt Kronauer den Irrsinn der zu sich kommenden neuen deutschen Weltmachtpolitik.”

 

Ernst Gleichmann

Ernst Gleichmann

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