Willkommen auf dem Blog von Düsseldorf Alternativ

13.01.2016 13:19 Gesprächskreis Nachdenkseiten

Der deutsche Grapsch- und Vergewaltigungsstandard

Wenn ein deutscher Mann eine Frau sexuell belästigt, dann liest sich das im Polizeibericht beispielsweise so:
»'Ein spaßig gemeinter Griff unter den Rock seiner amerikanischen Wiesn-Bekanntschaft endete für einen 20-jährigen Deggendorfer äußerst schmerzhaft. Die 'Rockbesitzerin' drehte sich mitsamt Maßkrug um und das Trinkgefäß landete wuchtig auf dem Kopf des kecken Burschen.' […] 'Natürlich handelt es sich hierbei um eine Straftat der gefährlichen Körperverletzung', heißt es weiter – und damit ist nicht der Grapscher, sondern die junge US-Amerikanerin gemeint, die sich gegen den Übergriff zur Wehr setzte. Nach Zahlung einer 'vierstelligen Eurosumme' habe die Amerikanerin die Wiesnwache wieder verlassen können.«

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11.11.2015 12:16 VVN-BdA

Abpfiff! Es gibt kein Recht auf Rassistenpropaganda!

Kommt zur Protestkundgebung von Düsseldorf stellt sich quer!

Die extrem rechten “Republikaner” (REPs) wollen am Samstag, den 14.11., um 16 Uhr in Düsseldorf-Holthausen, in Höhe der Bonner Str. 7, eine Hetzkundgebung gegen das Recht auf Asyl durchführen. Anlaß der offen rassistischen Hetze der “Republikaner” ist offenbar die nahgelegene Zeltstadt für Flüchtlinge auf der Itterstraße.

Die Rechten wollen Horror-Lügen verbreiten wie die, daß allein in diesem Jahr “1,5 bis 2 Millionen Menschen der Einladung unserer Regierung folgen und Asyl beantragen” würden. Fakt ist, dass in den ersten zehn Monaten diesen Jahres lediglich 360.000 Menschen in Deutschland Asyl beantragt haben!

Das Ziel der Rassisten besteht darin, Ängste soweit zu schüren, dass beispielsweise Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte bis hin zur Gewalt gegen Menschen, die in unserem Land Schutz suchen, von Teilen der Bevölkerung akzeptiert werden. Allein in den vergangenen Tagen wurden zahlreiche Flüchtlinge von Angreifern zum Teil krankenhausreif geschlagen:

• In Wismar wurden zwei Syrer attackiert, die vor einer Notunterkunft standen. Die Täter waren zum Teil mit Baseballschlägern bewaffnet.
• In Magdeburg überfielen Dutzende Rechte syrische Flüchtlinge und verprügelten sie mit Baseballschlägern.
• In Pirna bei Dresden attackierte eine Gruppe von etwa 25 Menschen zwei junge Männer aus Marokko und Libyen. Beide wurden verletzt.
• Bei einem Anschlag auf eine Wohnung von Flüchtlingen wurde in Freital bei Dresden ein Mann leicht verletzt. Der 26-jährige Syrer erlitt Schnittwunden an der Stirn, als vor seinem Schlafzimmerfenster eine Sprengladung explodierte. Ein rechtsextremistischer Hintergrund sei “sehr wahrscheinlich”, so die Polizei.

Wir wollen nicht abwarten, bis sich solche Szenen auch in Düsseldorf abspielen – wir werden bereits jetzt aktiv und stellen uns den geistigen Brandstiftern in den Weg. Bringt Trillerpfeifen mit und beteiligte euch am Protest gegen die Rassisten.

20.10.2015 21:49 VVN-BdA

Absprachen gebrochen, Demos behindert: DSSQ sagt Kooperationsgespräch mit der Polizei ab

Durch polizeiliche Behinderungen konnte unsere Kundgebung am Hbf Freitag erst mit 30 Minuten Verspätung beginnen. Als sich Radfahrer*innen deshalb in Bewegung setzten, um an der ebenfalls angemeldeten Kundgebung vor dem DGB-Haus teilzunehmen, wurden sie von der Polizei eingekesselt. Mehrere Gruppen von Demonstrierenden, die auf dem Weg zum DGB-Haus waren bzw.entlang der Dügida-Route protestieren wollten, wurden völlig grundlos eingekesselt. Es gab Platzverweise gegen Menschen, die im öffentlichen Straßenraum standen. Fortuna-Fans, die nach dem Heimspiel an unserer Kundgebung teilnehmen wollten, wurden rechtswidrig nicht zur Demo durchgelassen. Während am Hbf Polizeifahrzeuge unseren Kundgebungsplatz zuparkten, wurde am DGB-Haus unnötigerweise und anders als in den Vorwochen, zig Anwohner*innenparkplätze gesperrt. Die Kreuzung Oststraße/Friedrich-Ebert-Straße wurde von der Polizei für lange Zeit gesperrt. Ein Verkehrschaos war die Folge. Dügida will jeweils die Stadt lahmlegen, die Polizei hilft dabei, so gut sie kann. Am Freitag hat sich einmal mehr gezeigt: die Polizei schützt nicht die Versammlungsfreiheit, sie schützt und unterstützt Dügida und verhindert die Wahrnehmung von Grundrechten durch diejenigen, die gegen Rassismus und Rechtsextremismus demonstrieren wollen. Die Polizei hat zahlreiche im Vorfeld bei Kooperationsgesprächen getroffene Absprachen gebrochen. Die Anmelder*innen von DSSQ haben nun ihre Teilnahme am morgigen Kooperationsgespräch mit der Polizei abgesagt.

Wir sehen uns am Freitag am Worringer Platz!

29.09.2015 20:10 VVN-BdA

Historische Verpflichtung: Roma willkommen!

Stellungnahme zur Erklärung von Albanien, Kosovo und Montenegro zu „sicheren Herkunftsstaaten“:

Bundesregierung und Länder haben sich darauf verständigt, Albanien, Kosovo und Montenegro zu „sicheren Herkunftsstaaten“ zu erklären. Asylanträge von Schutz Suchenden aus diesen Ländern sollen – ebenso wie Anträge von Geflüchteten aus Bosnien, Herzegowina, Kroatien, Mazedonien und Serbien – ohne Prüfung abgelehnt werden. Damit sollen insbesondere die massenhaften Abschiebungen von Roma unvermindert weitergehen.

In diesen ethnisch begründeten Staaten, die auch mit erheblicher diplomatischer Unterstützung Deutschlands und zuletzt auch mit dem völkerrechtswidrigen Krieg unter deutscher Beteiligung entstanden sind, ist jedoch für Roma kein Platz. Stigmatisiert, ausgegrenzt und mittellos sich selbst überlassen, fehlt es ihnen dort an allem. Der weit verbreitete Antiziganismus macht es nahezu unmöglich Fuß zu fassen. Selbst physische Gewalt durch Polizei und Zivilisten ist an der Tagesordnung. Auch das ist politisch verursachte Verfolgung.

Deutschland steht gegenüber den Nachkommen der Opfer des Holocaust an 500.000 Sinti und Roma in einer besonderen Pflicht.

Nachkommen von jüdischen Holocaust-Opfern aus der zerfallenden Sowjetunion wurde wegen der Situation in den Nachfolgestaaten in den 1990er Jahren die Einreise und Niederlassung als Kontingent-Flüchtlinge erlaubt. Die historische Verpflichtung ist die gleiche. Darum muss für die Roma aus den Ex-jugoslawischen Staaten eine entsprechende Regelung geschaffen werden!

 

31.07.2015 16:31 Friedensforum Düsseldorf

Düsseldorfer Friedenspreis

Die Gruppen der Düsseldorfer Friedensbewegung verleihen den Düsseldorfer Friedenspreis in diesem Jahr an den Verein „Mosaik e.V. – Zentrum zur Förderung des interkulturellen Dialogs in Düsseldorf und Umgebung“.

Zur Verleihung am Mittwoch, dem 2. September um 18.30 Uhr laden wir Sie herzlich ins Maxhaus ein.

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29.08.2013 00:27 Attac Düsseldorf

Rassismus ist menschenverachtend! - ATTACdüsseldorf unterstützt den Aufruf von fiftyfifty

Seit Monaten wird in regionalen und überregionalen Medien über das überwiegend von rumänischen Menschen bewohnte so genannte „Problemhaus“ in Duisburg-Rheinhausen als Musterbeispiel misslungener Integrations- und EU-Politik berichtet. Viel zu häufig wurden dabei einseitig die Missstände den Bewohnerinnen und Bewohnern angelastet und eine ausländerfeindliche Stimmung in Teilen der Bevölkerung bedient. Das alles erinnert erschreckend an die frühen neunziger Jahre; die Bilder von den tagelangen rassistischen Angriffen im August 1992 in Rostock-Lichtenhagen sind uns allen ebenso präsent wie die des mörderischen Brandanschlags von Solingen im Mai 1993.

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07.06.2013 09:25 VVN-BdA

Hilarius Gilges

Hilarius Gilges: Erneute Diskussion um ein würdiges Gedenken

Am 20. Juni 1933 verschleppten vermutlich Angehörige der "Hilfspolizei" Hilarius Gilges gegen 22.30 Uhr aus seiner Wohnung in der Ritterstraße zum nahe gelegenen Rheinufer. Dort misshandelten und ermordeten sie ihn. An seinem Körper befanden sich sowohl Schuss- als auch Stichwunden, die Arme waren ausgekugelt und in der Lunge wurde Sand gefunden. Zu einem Gerichtsverfahren gegen die Täter ist es auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht gekommen.

 

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17.03.2013 00:04 Gesprächskreis Nachdenkseiten

Der gute Großvater

Papa, was hat denn Großvater gemacht? Was hat er gemacht, als damals die Agenda 2010 durchgesetzt wurde? Wie hat er zum Widerstand gegen die Ausplünderung großer Teile der Gesellschaft durch die Konzerne beigetragen. Ist er in den Untergrund gegangen?

Er hat sich doch sicherlich gewehrt, als er merkte, wie nach und nach der Sozialstaat beseitigt wurde. Erst recht, als das Berliner Regime öffentlich ankündigte, die Demokratie abschaffen und durch eine europäische »Governance« ersetzen zu wollen; als ihm bewusst wurde, dass das Demokratische an den Bundestagswahlen nur noch in der Entscheidung des Bürgers bestand, von welchen Abgeordneten er sich den Willen des Großkapitals aufzwingen lassen wollte.

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