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Kalkar 3. Oktober 2018: Demonstration für Frieden und Abrüstung

01.10.2018 09:30 Friedensforum Düsseldorf

Krieg beginnt an Rhein und Ruhr!

 

Bundeswehr und NATO: Krieg beginnt im Rheinland!

Kalkar 3. Oktober 2018, 11.30 Uhr Von Seydlitz-Kaserne
www.demo-kalkar.de
Krieg beginnt hier! Setzen wir

Zeichen für den Frieden!

 

Am 3. Oktober feiert Deutschland die Vereinigung seiner Teilstaaten auf der Grundlage eines Friedensvertrages zur Einheit Deutschlands, des 2+4-Vertrages. Dieser Vertrag wird durch die Militäreinrichtungen von Bundeswehr und NATO in Kalkar ständig gebrochen. Eine im Vertrag vereinbarte europäische Friedensordnung ist nicht in Sicht. Die zunehmenden Spannungen zwischen der NATO und Russland bergen die Gefahr eines neuen großen Krieges in Europa.

Im nahegelegenen Kalkar am Niederrhein befindet sich eine der wichtigen Militäreinrichtungen für einen solchen Krieg,
den die dortigen Militärs für möglich erklären!

Die NATO-Staaten rüsten weiter auf und planen, zukünftig zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für Rüstung und Militär auszugeben. Für Deutschland bedeutet das eine knappe Verdoppelung des Militäretats von aktuell 38,5 Mrd. Euro jährlich auf bis zu 70 Mrd. in 2024. Bereits heute gibt die NATO mehr als die Hälfte der Weltrüstungsausgaben von 1.740 Mrd. $
aus, mehr als 14 mal so viel wie Russland. Statt Friedenspolitik und Abrüstung zu betreiben, ist die Bundeswehr aktuell an Kriegen in Syrien, Mali, Irak, am Golf und in Afghanistan und in sieben weiteren ‚Auslandseinsätzen‘ aktiv. Die Zivilbevölkerung dort muss mit hunderttausenden Toten den Blutzoll für diese Kriegspolitik zahlen.

Die deutsche Regierung verfolgt mit ihrem Vorgehen das Ziel, den Zugang zu Rohstoffen zu sichern, während sie von „humanitären Einsätzen“ heuchelt!

Dieser Doppelzüngigkeit entspricht auch die EU-Militarisierung: Der Militärpakt PESCO („Ständige Strukturierte Zusammenarbeit“) soll die Weichen für den Aufbau einer europäischen Armee stellen. So kann man neben der NATO strategische Ziele und wirtschaftliche Konzerninteressen durchzusetzen. Die Bundesregierung ist dabei die treibende Kraft.

Die weltweite Zerstörung von Ressourcen, die Vernichtungder Umwelt und organisiertes Morden durch Kriege und
deren Folgen – all das muss ein Ende finden! Stoppen wir die militärische Eskalation, die Kriegsvorbereitung und die Beteiligung unseres Landes an Kriegen!

Wehren wir uns mit Mut, Kraft, Phantasie und Beharrlichkeit gegen die von Politik und Militärs ausgehenden Gefahren.
Um unsere Zukunft zu sichern, brauchen wir eine zivile, menschenwürdige und völkerverbindende Politik.

 

Krieg beginnt an Rhein und Ruhr
Wussten Sie, dass in Kalkar ein Bündel vieler Militäreinrichtungen zusammengeballt ist? Dort sind die Operationszentrale Luftwaffe der Bundeswehr, der 24-Stunden Gefechtsstand für den Luftkrieg der NATO sowie das Weltraumlagezentrum und weitere Militäreinrichtungen, die Kalkar zu einem Zentrum der High-Tech-Kriegsführung für die NATO machen. In diesem Jahr hat Kalkar das Kommando der Schnellen Eingreiftruppe der NATO übernommen, der Standort wird mit hunderten Millionen Euro ausgebaut.


Wussten Sie, dass von Kalkar aus alle Luftwaffeneinsätze der Bundeswehr im Ausland gesteuert werden? Von den
Tornado-Aufklärern und Tankflugzeugen über Syrien sowie den Eurofightern an der russischen Westgrenze bis zu den
Militärtransportern in Mali.


Wussten Sie, dass die NATO mit dem Combined Air Operation Centre (CAOC) aus Kalkar die Luftkriegsführung nördlich der Alpen plant und im Ernstfall kommandiert und dass die NATO-Jets im Baltikum an der Grenze zu Russland von dort dirigiert werden? Das Kommando untersteht direkt dem Luftwaffenkommando der NATO in Ramstein. Ramstein ist die Drehscheibe für weltweite Kriegsführung der USA aus Deutschland.


Wussten Sie,
dass in der Kaserne in Kalkar außerdem eine NATO Strategieschmiede für den Krieg im 21. Jahrhundert
untergebracht ist? Im Joint Air Power Competence Centre (JAPCC) entwickeln die Militärs Pläne zur Kriegsführung mit
konventionellen und nuklearen Waffen. Im Oktober 2018 berät die Konferenz in Essen über detaillierte Kriegsszenarien an der Frontlinie in Luft und Weltraum. Nicht Verhinderung von Krieg steht auf dem Programm, sondern das
Durchspielen der Vernichtung weiter Teile Europas!


Krieg beginnt auch an Rhein und Ruhr – doch Menschen wollen Frieden und Abrüstung!
Unser Nein zum Krieg ist ein Ja zum Leben!


Damit die Verpflichtungen zum Frieden und zur Abrüstung, wie sie im Vertrag zur Deutschen Einheit und im Zwei-Plus-Vier-Vertrag enthalten sind, endlich umgesetzt werden, fordern wir:

  • Abbau der Kommandozentralen in Kalkar/Uedemund anderer NATO-Einrichtungen in NRW und deren Umwandlung für zivile Zwecke!
  • Keine Kriegseinsätze der Bundeswehr! Stopp aller Rüstungsexporte!
  •  Schritte zur atomaren und konventionellen Abrüstung und Vertrauensbildung.
  • Einvernehmliches Lösen von Konflikten im Rahmen derOrganisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OS-ZE)!
  • Keine neuen Waffenlager und Hauptquartiere für Truppen- und Kriegsgerät-Bewegungen – weder in Dülmen noch anderswo!
  • Nein zu einer Europa-Armee!
  • Keine NATO-Kriegsplanungen weder in Essen noch irgendwo!
  • Den Ausbau einer Friedens-Akademie in Kalkar/Uedem, die konkret zivile Konfliktlösungsstrategien und die Friedenssicherung ohne Militär weiterentwickeln und dem Frieden in Europa dienen soll!


Es rufen auf: der Ostermarsch Rhein/Ruhr sowie Friedensgruppen von Rhein und Ruhr.

Ablauf:
Kalkar, 3. Oktober 2018:
Auftaktkundgebung 11:30 – 12:10 Uhr, Von-Seydlitz-Kaserne, Römerstr. 122
Redner:
Thomas Keuer, Gewerkschaftssekretär Niederrhein
Musik: Joel Handley
12:10 – 12:45 Uhr Demonstration zum Marktplatz Kalkar

13:00 – 13:30
Uhr
Kundgebung Marktplatz Kalkar
Rednerin:
Kathrin Vogler, Friedenspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die LINKE
Musik: Joel Handley

Weitere Infos:
www.demo-kalkar.de www.ostermarsch-ruhr.de
Kontakt: Ostermarsch Rhein/Ruhr c/o DFG-VK NRW, Braunschweiger Str. 22, 44145 Dortmund, Tel. 0231/818032 (fax -31) dfg-vk.nrw@t-online.de
Spenden: Ostermarsch-Spenden-Konto
Sparkasse Dortmund,
IBAN: DE
79 4405 0199 0321 0042 96
BIC: DORTDE33XXX, Stichwort: „Kalkar“

Anreise

Demo-Busse nach Kalkar: 

  • aus Dortmund (9:00 Uhr) und Essen (9:30 Uhr). Anmeldung: (Do) willi.hoffmeister@gmx.de,

0231/81 80 32 oder 0231-12 95 47, Gabi Brenner,
(
E) 0201 71 37 57, Bernd Brack

  • aus Köln (8:45 Uhr) und Düsseldorf (9:30 Uhr). Anmeldung: (K) michael.suenner@netcologne.de,

0221/71 92 516 (D) irenelang@t-online.de,
0157/88 18 05 38

  • aus Oberhausen (9:30 Uhr), Mülheim (9:45 Uhr)und Duisburg (10:00 Uhr).

Anmeldung: (OB) info@dielinke-oberhausen.de,
0208/88 42 20, (MH) info@vvn.muelheim. de,
0208/ 38 68 102 (Silvia Rölle) und (DU)
kreisverband@dielinke-du.de,
02 03 / 98 52 41 99
(mehr Infos zu den Bussen unter www.demo-kalkar.de)

  • ÖPNV: Mit der NordWestBahn ab Duisburg Hbf (10:10 Uhr) nach Xanten Bahnhof, dann mit dem Bus 44 (11:02 Uhr) Richtung Kleve nach Kalkar Bahnhofstraße(Ank. 11:21 Uhr), ca. 2 km Fußweg zur Kaserne)

ViSdP: Joachim Schramm, c/o DFG-VK NRW, Braunschweiger Str. 22,
44145 Dortmund. Layout: KH Pawlitzki

 

 

Außerdem:
6. Oktober, Essen, Demonstration gegen NATO-Tagung des JAPPC aus Kalkar:
www.no-natom-krieg.de
Kalkarer Mühle

 

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