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Die Gemeinwohl-Ökonomie

 

  • GWÖ-IDEE

Die Gemeinwohl-Ökonomie möchte in einem demokratischen, partizipativen und ergebnisoffenen Prozess ein Wirtschaftssystem etablieren, in dem das Gemeinwohl an oberster Stelle steht.

 

  • GWÖ-BEWEGUNG

Seit dem Start der Gemeinwohl-Ökonomie im Oktober 2010 sind tausende Menschen weltweit aktiv geworden. Resultat ist eine internationale Bewegung, bestehend aus Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen, Gemeinden und Regionen, die sich auf verschiedenen Ebenen vernetzen.

Alle Veranstaltungen der Gemeinwohl-Ökonomie Region Düsseldorf und Umgebung:

http://duesseldorf.gwoe.net/kalender/

 

Eckpunkte der Gemeinwohl-Ökonomie


1. Die Gemeinwohl-Ökonomie ist der Aufbruch zu einer ethischen Marktwirtschaft, deren Ziel nicht die Vermehrung von Geldkapital ist, sondern das gute Leben für alle.

2. Sie setzt die Menschenwürde, die Menschenrechte und die ökologische Verantwortung als Gemeinwohlwerte auch in der Wirtschaft um.

3. Wie diese Werte im unternehmerischen Alltag gelebt werden können, zeigt die Gemeinwohl-Matrix. Sie wird laufend weiterentwickelt und soll demokratisch entschieden werden.

4. Anhand der Matrix erstellen die Unternehmen eine Gemeinwohl-Bilanz. Im Gemeinwohl-Bericht erklären sie die Umsetzung der Gemeinwohlwerte sowie ihr Entwicklungspotential und nehmen eine Bewertung vor.
Bericht und Bilanz werden extern überprüft und veröffentlicht. Damit werden die Leistungen für das Gemeinwohl bekannt gemacht.

5. Gesellschaftliche Unterstützung erfahren Gemeinwohl-Unternehmen zunächst am Markt durch VerbraucherInnen, KooperationspartnerInnen und gemeinwohlorientierte GeldgeberInnen.

6. Als Ausgleich für überdurchschnittliche Leistungen zum Gemeinwohl sollen Gemeinwohl-Unternehmen rechtliche Vorteile bei Steuern, Krediten und öffentlichen Aufträgen sowie im internationalen Handel erhalten.

7. Unternehmensgewinne dienen der Stärkung der Unternehmen sowie der Einkommenserzielung und der Alterssicherung der UnternehmerInnen und der Beschäftigten, nicht aber der Vermögensvermehrung externer KapitalgeberInnen.
So gelangen die UnternehmerInnen zu Freiräumen für gemeinwohlorientiertes Wirtschaften, frei vom Druck zu größtmöglicher Kapitalrendite.

8. Dadurch schwindet der Drang zum Wirtschaftswachstum. Es öffnen sich Möglichkeiten für ein erfülltes Leben bei Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.
In der Arbeit können sich Wertschätzung und Fairness sowie Kreativität und Kooperation besser entfalten.

9. Mit der Begrenzung von Vermögensungleichheiten steigen die Chancen für die gleichberechtigte Teilhabe Aller am wirtschaftlichen und politischen Leben.

10. Die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung lädt dazu ein, die Verwirklichung der genannten Werte in Wirtschaft und Gesellschaft mitzugestalten. Alle Ideen für eine zukunftsfähige Wirtschaftsordnung sollen in demokratischen Prozessen entwickelt, vom Souverän entschieden und in der Verfassung verankert werden.



 

Laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung wünschen 88 Prozent der Deutschen eine „neue Wirtschaftsordnung“.

Die „Gemeinwohl-Ökonomie“ deckt die grundlegenden Elemente einer alternativen Wirtschaftsordnung ab und ist gleichzeitig offen für die Kombination und Synergie mit anderen Alternativen. Ziel ist die Schaffung eines verbindlichen Rechtsrahmens für gemeinwohl-orientiertes Werteschaffen.

Der Autor und politische Aktivist Christian Felber hat in seinem Buch „Neue Werte für die Wirtschaft eine Alternative zu Kommunismus und Kapitalismus“ 2008 die Grundlagen ausgearbeitet. Daraufhin bildete sich ein Kreis von UnternehmerInnen, die das Modell gemeinsam mit Felber weiterentwickelt und mit einem Namen versehen haben: „Gemeinwohl-Ökonomie“.

Christian Felber hat durch seinen Vortrag im Mai 2011 in Düsseldorf die Gründung der GWÖ Region Düsseldorf und Umgebung initiiert, umgesetzt von der attac AG Global - lokal Düsseldorf.

Die attac AG / GWÖ-Unterstützergruppe hat seit Oktober 2011 regelmäßig GWÖ-Info-Veranstaltungen organisiert. Zwischenzeitlich sind weitere GWÖ Arbeitsgruppen in Düsseldorf und Umgebung entstanden und werden bei Veranstaltungen von der Attac AG Global - lokal unterstützt.

 

Regelmäßige Termine:

 

Für alle an der Gemeinwohl-Ökonomie Interessierten:

  • Jeden 2. Dienstag im Monat trifft sich die AG Vernetzung zur Gründung und Festigung von Arbeitskreisen zu GWÖ-Themen und neuen Regionalgruppen in NRW um 19:30 Uhr im Niemandsland, Heerstraße 19, im EG.
    Eines der Ziele ist es auch neue Unternehmen für die Gemeinwohl-Wirtschaft zu gewinnen. Die Aufgabe besteht hier in Akquise und Überzeugungsarbeit. Ebenso wichtig ist es, die GWÖ in öffentliche Systeme zu tragen, z.B. in die Stadtverwaltung (Düsseldorf) und in die Schulen. Aber auch deine Ideen sind herzlich willkommen.
  • Der AK Gemeinwohl-Ökonomie in der Schule arbeitet im Rahmen der GWÖ AG Vernetzung und trifft sich an jedem 2. Dienstag im Monat
  • Treffpunkt der Attac AG Global - lokal / unterstützt fallweise bei GWÖ-Veranstaltungen: jeden 1. und 3. Dienstag im Monat um 19:30 Uhr im Salzmannbau in Düsseldorf. Themen derzeit sind TTIP und Steuervermeidungsstrategien.

 

Für Unternehmer und Unternehmerinnen, die eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen möchten:

  • Auf Anfrage findet am 2. Mittwoch im Monat ein Informationsabend statt für UnternehmerInnen , Vereine, Schulen, ..., die sich für die Erstellung der Gemeinwohl-Bilanz interessieren.
  • Bei Interesse gründen wir die nächste Peer-Gruppe, bestehend aus UnternehmerInnen, die mit gegenseitiger Unterstützung ihre Gemeinwohl-Bilanzen erstellen möchten. Bitte melden bei Maria Henkys, Zertifizierte Gemeinwohl-Ökonomie-Beraterin: Maria.Henkys@gemeinwohl-oekonomie.org
  • Falls Sie eine Gemeinwohl-Ökonomie-Beratung wünschen, wenden Sie sich bitte an: Maria Henkys, Zertifizierte Gemeinwohl-Ökonomie-Beraterin: Maria.Henkys@gemeinwohl-oekonomie.org

 

Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie: http://www.ecogood.org

Gemeinwohl-Ökonomie Region Düsseldorf und Umgebung: http://duesseldorf.gwoe.net

Falls du in den E-Mail-Verteiler aufgenommen werden möchtest, bitte E-Mail an: duesseldorf@gemeinwohl-oekonomie.org