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Nervengiftanschlag auf russischen Ex-Agenten - Deutsche "uneingeschränkte Solidarität" trotz dürftigster Faktenlage

17.03.2018 22:54 Gesprächskreis Nachdenkseiten

Auf der Bundespressekonferenz vom 16.3.2018 wurde Regierungssprecher  Seibert mit der Frage konfrontiert, warum die Bundesregierung sich der britischen Haltung anschließt, dass Russland für den Giftanschlag verantwortlich ist und wie man zu der Auffassung kommt, dass es "keine plausible alternative Erklärung" dafür gibt. 
 
Seibert's Antwort (gekürzt): "... GB hat gegenüber seinen Partnern im Detail dargelegt, dass die Verantwortung für diesen Anschlag... mit hoher Wahrscheinlichkeit in Russland zu finden ist. ..."
 
Auf die Nachfrage, welche  "Details" man von den Briten "dargelegt" bekommen habe, blieb Seibert die Antwort schuldig und verwies statt dessen auf die "brit. Ankündigung einer internationalen unabhängigen Untersuchung". Das sei genau der richtige Weg in der "Transparenz hergestellt" werde.
 
Ich finde, deutlicher konnte Seibert nicht zum Ausdruck bringen, dass die Bundesregierung hinsichtlich der Giftanschläge nichts "im Detail" dargelegt bekommen hat und dass es derzeit keine transparente und plausible Erklärung für eine  russische Verantwortlichkeit gibt.
 
Sehen sie selbst im →Ausschnitt aus der BPK, auf welch dünnem Eis sich die Regierungssprecher bewegen, um den auf dürftigster Faktenlage basierenden Regierungsstandpunkt zu vertreten. 
 
Bei der Gelegenheit: mein besonderer Dank gilt dem Mut und der Beharrlichkeit der Fragensteller in diesem Abschnitt der BPK. 

 

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