Gesprächskreis Nachdenkseiten Düsseldorf

im letzten Quartal 2017 hat sich unser Gesprächskreis neu organisiert.  Auch unser Blog wird neu gestartet und mit aktuellen Inhalten gefüllt werden. 

Ab Januar 2018, erstmalig am 10.1. trifft sich der Gesprächskreis in derDestille, Bilker Str. 46, Düsseldorf.

Wie bisher an jedem 2. und 4. Mittwoch eines Monats, jeweils um 19:30.

 

Wir freuen uns, alte Freunde und neue Interessenten im Gesprächskreis begrüßen zu können.

 
Warum NachDenkSeiten?

Die NachDenkSeiten wurden 2003 von Albrecht Müller und (dem inzwischen ausgeschiedenen) Wolfgang Lieb mit dem Ziel ins Leben gerufen, eine Gegenöffentlichkeit zum alles beherrschenden neoliberalen Mainstream aufzubauen. Sie sollten eine Anlaufstelle sein für alle, die sich über gesellschaftliche, ökonomische und politische Probleme unserer Zeit eigene Gedanken machen wollen. Inzwischen gelten die NachDenkSeiten als der qualitativ hochwertigste deutsche Politik-Blog und zählt zu den zwei meistbesuchten und einflussreichsten kritischen Websites in Deutschland. Die NachDenkSeiten erreichen Spitzenwerte von über 160.000 Besucher pro Tag.

 
Lesen sie hier, warum die NachDenkSeiten eine gewichtige Rolle beim Aufbau einer Gegenöffentlichkeit spielen und verschaffen sie sich einen Überblick über das umfangreiche Informations- und Analyse- Angebot.
 
Begleitet wird ihr Wirken von mittlerweile ca. 100 regionalen Gesprächskreisen, deren Arbeit sie unterstützen. 
 
 

Warum ein "Gesprächskreis NachDenkSeiten" in Düsseldorf?

Wir sind Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten aus dem Raum Düsseldorf. Wir denken, dass uns persönlicher Austausch und konstruktiver Diskurs dabei hilft, das eigene Urteil zu schärfen…

… auch über den politischen und medialen Mainstream hinaus.

Beinahe unbemerkt durchdringt die neoliberale Wirtschaftsideologie immer mehr Bereiche des gesellschaftlichen Lebens [1]. Militärische Auseinandersetzungen werden nun auch in Europa wieder als „führbar“ erklärt [2].Feindbilder mit erheblicher medialer Unterstützung aufgebaut [3].

Wir glauben, dass diese gesellschaftlichen Entwicklungen gegen die Interessen der überwiegenden Mehrheit unserer Bevölkerung gerichtet sind. Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, dass erkennbar wird, wer die Regisseure und die Profiteure dieser Politik sind und wer die sind, die am Ende die Rechnung bezahlen.

 

Wir laden Sie ein, auch Ihre Gedanken in unseren Gesprächskreis einzubringen und mit uns zu diskutieren.

Kontakt:    0172 2043724

 

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Für rassistische, nationalistische, militaristische, antisemitische und sexistische Positionen bietet unser Gesprächskreis keinen Raum.

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Empfehlung grundlegender deutschsprachiger Quellen

  • Nachdenkseiten. "NachDenkSeiten sollen eine gebündelte Informationsquelle für jene Bürgerinnen und Bürger sein, die am Mainstream der öffentlichen Meinungsmacher zweifeln und gegen die gängigen Parolen Einspruch anmelden..." (aus Warum NachDenkSeiten?)
  • Der youtube Kanal der Nachdenkseiten
  • AG Friedensforschung. Globalisierung. Beiträge zu Neoliberalismus, Gewalt und Militarisierung 2015-2000. Eine Bibliographie.
  • Bontrup, Heinz-Josef. Das Versagen der Mainstream-Ökonomie (Video).
  • Bosbach, Gerd. Die instrumentalisierte Zukunftsangst. (Video)
    Sehenswerter Vortrag zur Frage "Gesetzliche oder private Rentenversicherung"
  • Demokratie-ist-wichtig. Information und Hintergründe zu Politik und Lobbyismus, Medien und Manipulation, privaten und öffentlichen Interessen in Deutschland und Europa.
  • Fassadenkratzer. Finanzkapitalistische Strukturen der Macht.
  • Fassadenkratzer. Herrschaftsmethoden des US-Imperialismus.
  • Feynsinn. Der neoliberale "Ruck".
  • Flassbeck, Heiner. Alle Youtube-Auftritte.
  • Ganser, Daniele. Alle Youtube-Auftritte.
  • German Foreign Policy. German Foreign Policy beobachtet u.a. das Wiedererstarken deutscher Großmachtbestrebungen auf wirtschaftlichem, politischem und militärischem Gebiet und ermöglicht eine Einschätzung der Berliner Einflussarbeit auf sämtlichen Kontinenten.
    Eine der wichtigsten Quellen im Internet. Der Besuch des Archivs (Archivierung der Nachrichten nach 2 Wochen)
    ist kostenpflichtig (7 € monatl.).
  • Groß, Elke. Bertelsmann - die gefährliche Macht eines Bewusstseinskonzerns.
  • IMI. Informationsstelle Militarisierung.
  • KenFM. Nachrichtenplattform und freies Presseportal.
  • KEK. Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich.
  • Konicz, Thomasz. Krisenimperialismus: Tod und Zerstörung.
  • Kowall, Nikolaus. Das neoliberale Modell: Genese, Politiken, Bilanz. Eine polit- und makroökonomische Bestandsaufnahme.
  • Krüger, Uwe. Die Nähe zur Macht. Eine Netzwerkanalyse beleuchtet die Verbindungen deutscher Top-Journalisten zu Eliten aus Politik und Wirtschaft.
  • Mausfeld, Rainer. Die Neoliberale Indoktrination.
  • Mausfeld, Rainer. Die Angst der Machteliten vor dem Volk. Demokratie-Management durch Soft-Power-Techniken.
  • Müller, Sebastian. Die Saat geht auf. Der Aufstieg des Neoliberalismus.
  • Ploppa, Hermann. Die Macher hinter den Kulissen. Wie transatlantische Netzwerke heimlich die Demokratie unterwandern. (Im Gespräch mit Jens Wernicke)
  • Rubikon. Rubikon ist das Magazin für die kritische Masse. Es berichtet über das, was in den Massenmedien nicht zu finden ist. Herausgegeben wird der Rubikon in Mainz, geschrieben wird er von unabhängigen Journalistinnen und Journalisten überall auf der Welt.
  • Sozialpolitik aktuell in Deutschland
  • Tlaxcala. Das internationale Übersetzernetzwerk. Ein komplexer Fundus an kritischen Artikeln aus aller Welt auf Deutsch und in anderen Sprachen.
  • TTIP und CETA mal nachgefragt (Erklärvideo)
  • Who is who. Personenregister von Vorständen, Aufsichtsräten, Boards of Directors oder Anteilseigner bei börsennotierten Unternehmen.
 

Quellen

[1] Neoliberalismus

1a   Jens Wernicke spricht mit dem Wahrnehmungs- und Kognitionsforscher Rainer Mausfeld:
      "Die neoliberale Indoktrination"

1b   Rainer Mausfeld's sehr sehenswerter Vortrag auf den 28. Pleisweiler Gesprächen

1c   Interview mit Arne Käthner über seine Forschungen zur Mont Pèlerin Society 
      „Es war das erklärte Ziel, auf die Entwicklung der westlichen Länder Einfluss zu nehmen“

[2] Kriege in Europa wieder etwas "Normales"

2a George Friedman STRATFOR @ Chicago Council on Global Affairs
       "Kriege in Europa sollen wieder "etwas Normales" werden"

[3] Aufbau von Feindbildern

3a  Dazu ein Zeitdokument der besonderen Art:

Putin wird in einer öffentlichen Fragerunde von einem BBC Reporter "in die Mangel genommen"

John Simpson (ein Reporter-Urgestein der BBC) konfrontiert Wladimir Putin in einer öffentlichen Fragerunde bemerkenswert offen mit Vorwürfen, mittels derer er ihm die primäre Urheberschaft an dem sich neu entwickelnden kalten Krieg zuschreibt. Im wesentlichen folgt er damit der Argumentation westlicher Politiker, mit der aktuell das "Feindbild Russland" gezeichnet und die Dämonisierung der Person Putin betrieben wird.

Einem vorwiegend Mainstream-informierten Medienkonsumenten werden Simpson's Argumente bestens bekannt vorkommen. Die daraufhin von Putin vorgetragene Darstellung der russischen  Sichtweise wird hingegen in unserer politischen Debatte und in westlichen Medien weitgehend ausgeblendet. Zu groß wird wohl das "Risiko" eingeschätzt, dass eine plural informierte Öffentlichkeit zu einer ausgewogeneren Meinungsbildung gegenüber Russland kommen könnte. Zu groß das "Risiko", dass die "Notwendigkeit" weiterer massiver Aufrüstung der Nato einschl. Deutschlands und die "Legitimation" für das Vorrücken der Nato nach Osten in Frage gestellt werden könnte. Dies erklärt dann auch, warum das originär positiv konnotierte Wort eines "...-Verstehers" zum Schimpfwort mutiert, sobald man die Leerstele durch "Putin" oder "Russland" ersetzt. 

Aber sehen Sie selbst und bilden sich ihr eigenes Urteil.