Zukunftsentwurf Antifaschismus

Die VVN-BdA ist ein Zusammenschluss von Verfolgten des Naziregimes, Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern, Antifaschistinnen und Antifaschisten aller Generationen.

„Die Vernichtung des Faschismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung,
der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

Dass dieser Schwur der befreiten Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald bis heute aktuell bleiben würde, hat im April 1945 niemand geahnt.

Er ist unverändert das Leitmotiv der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA).

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes

Die Ursprünge des Verbandes sind bis in die KZs und Zuchthäuser zurückzuverfolgen. Dort entwickelten eingekerkerte Hitler-Gegnerinnen und –Gegner Pläne für ein von den Nazis befreites, antifaschistisches, demokratisches und friedfertiges Deutschland, während viele noch „Sieg Heil“ schrieen.

Die Frauen und Männer des antifaschistischen Widerstandes, die Überlebenden der nazistischen Konzentrationslager gründeten kurz nach Ende des Krieges die VVN, die seither die größte deutsche Organisation von Verfolgten des Naziregimes ist.

Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

In der VVN-BdA begegnen sich die Generationen. Hier arbeiten Frauen und Männern, die den Nazis widerstanden, überlebende Häftlinge von Auschwitz, Buchenwald und Ravensbrück und deren Nachkommen, bis hin zur jüngsten Generation zusammen.

Sie stehen gemeinsam für antifaschistische Kontinuität:

  • Für das Lernen aus der Vergangenheit.
  • Für die Vision einer antifaschistischen Zukunft.
  • Für eine Welt ohne Rassismus, Nazismus und Militarismus, ohne Ausgrenzung, ohne Faschismus und Krieg.

Antifaschismus ist mehr als eine Gegenbewegung.
Dafür tun wir etwas …

  • Die Vergangenheit vor Ort dem Vergessen entreißen.
  • In Schulen und Universitäten Projektgruppen bilden, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Autorinnen und Autoren einladen.
  • Geschichte erforschen.
  • Neonazis und Rassisten offen entgegentreten.
  • Antifaschistische Ziele lautstark formulieren, zum Beispiel das Verbot aller faschistischen Organisationen.
  • Zivilcourage: nicht schweigen, sondern einschreiten.
  • Aktive Solidarität mit Migrantinnen und Migranten üben.
  • Gemeinsam diskutieren, feiern und Freundschaft erleben.
  • Für Frieden und Antimilitarismus eintreten.

 

http://duesseldorf.vvn-bda.de